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Selbstoptimierung in Progression

Das Ich vermessen

Durch Schritt-, Kalorien- und Trinkmengenzähler werden wir immer gläserner für uns selbst. Während wir uns vor zehn Jahren noch zwecks unserer Aktivität ein wenig in die Tasche flunkern konnten, ist das heute fast unmöglich. Die Zahlen zeigen uns wie gut wir waren.


Was kann gemessen werden?

Zugegeben: Zu viel Selbstoptimierung kann krank machen. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) hielt in Ihrer Pressemappe zum DGPPN-Kongress 2016 fest, dass Selbstoptimierung insbesondere bei Diäten und übermäßiger Beschäftigung mit dem eigenem Aussehen zu Essstörungen führen können. Bei der Vermessung und Optimierung des Selbst ist Selbstfürsorge geboten, um daran zu wachsen, statt sich selbst zu verletzen.

Dennoch kann es hilfreich sein uns selbst zu vermessen. Schritte, Trinkmenge, Kalorienzufuhr, abgehakte Aufgaben. Die Möglichkeiten sind mittlerweile so breitgefächert, dass sich an der Universität Gießen ein ganzer Forschungszweig zu diesem Thema bildete. Neben den bereits erwähnten Möglichkeiten zur Selbstvermessung gibt es zahlreiche weitere, wie Apps zum Tracken von Trainings, abhaken von Trainingsplänen oder die Vermessung des Schlafs. Durch Selbstorganisations-Apps können auch andere Aufgaben optimiert abgearbeitet werden.


Warum ist das sinnvoll?

Wer regelmäßig ins Fitnessstudio geht, wird wissen, dass Progression zu Muskelwachstum führt. Im Klartext: Wer mehr Gewicht oder das gleiche Gewicht öfter bewegt, wird muskulöser. Zur Kontrolle dieser Progression ist die Vermessung des Selbst unerlässlich. Ähnlich kannst Du Deine Ziele verfolgen. Möglichst jede Woche ein bisschen mehr, ein bisschen besser, ein bisschen schneller, höher, weiter.

Sinnvoll ist die Selbstoptimierung, wenn Du in etwas konkret besser werden willst. Ein starkes Warum wird Dir dabei helfen, Deine Ziele umzusetzen. Wenn Du jeden Tag 10.000 Schritte gehen willst, um Dich besser zu fühlen und/oder schlanker zu werden, weißt Du auch bei Demotivation, wofür Du das tust. Die Messung Deiner Fort- und (sind wir ehrlich: ohne geht’s nicht) Rückschritte wird Dir aufzeigen, wie sehr Du Dich verbessert hast. Nicht nur das: Du wirst außerdem eine Menge über Dich selbst lernen. Beispielsweise was an den schlechteren Tagen dazu führte, dass sie schlechter waren. Und genau das wird vielleicht das wertvollste sein, das Du aus all den Zahlen mitnehmen kannst.

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